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Gemeinsamer Erntebittgottesdienst unter freiem Himmel in Amlishagen am 8. Juli 2012

 

Am Vormittag hat es noch stark geregnet. Am Abend konnte ab 19 Uhr der gemeinsame Erntebittgottesdienst der Evang. Kirchengemeinden Amlishagen und Michelbach/Heide bei blauem Himmel und Sonnenschein auf dem Vorplatz der ehemaligen Schule in Amlishagen mit vielen Besuchern gefeiert werden. Der Posaunenchor Michelbach/Heide eröffnete unter der Leitung von Heike Ehrhardt den Gottesdienst mit einem Vorspiel. Im weiteren Verlauf begleitete er 3 Choräle. Die Kirchenband Michelbach trug unter der Leitung von Wolfgang Gutscher noch vor der Predigt folgende zwei Lieder vor: „People get ready“ (deutsch: Leute, macht euch bereit). „Heaven is in my heart“ (deutsch: Der Himmel ist in meinem Herzen). Zwischen den beiden Liedern trugen 3 Mitglieder des Kirchengemeinderates Amlishagen und aktive Landwirte eine Sprechmotette vor. Die gegenwärtigen Probleme der Landwirte wurden angesprochen und immer wieder gesagt: „Wohl dem, der seine Hoffnung setzt auf den Herrn, seinen Gott.“ Dieser Satz war dann auch der Kern des Predigttextes. Predigttext war der Psalm 146. Wenn im Frühjahr die selbst gezogenen Pflanzen im Gemüsegarten satt grün sind und das Wintergetreide gut im Saft steht, ist noch lange nicht geerntet. Bis dahin kann noch manches kommen. In diesem Frühjahr hat der Winter spät und gnadenlos zugeschlagen, kein Schnee hat die Pflänzchen geschützt. Der überwiegenden Teil vom Wintergetreide ist erfroren. Er musste viel nachgesät werden. Das Sommergetreide ist gut herangewachsen. Jedoch wurde ein Teil in den letzten Wochen bei Gewittern durch Regen und Sturm zu Boden gedrückt. Was soll man hier tun – hoffen oder alle Hoffnungen aufgeben? Die Predigt ermutigte, dennoch an Gott zu glauben und auf seine Hilfe zu hoffen. Er hat nach der Sintflut versprochen: „Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“ Ist die Witterung in den letzten Jahren noch unberechenbarer geworden, als sie eh schon war? Wie stark ist der Rhythmus der Natur durch die Menschen gestört worden? Der Mensch kann den Rhythmus der Natur stören, aber nicht zerstören. Der Schöpfer hält der Schöpfung die Treue. Wir sollen weiterhin unserem Auftrag nachkommen zu säen und zu ernten, zu bebauen und zu bewahren. Ein paar weitere Sätze aus der Predigt: Kein noch so mächtiger Politiker soll zum Heilsbringer hochstilisiert werden. Kein Mensch soll dämonisiert oder verteufelt werden. Jeder muss sich vor Gott verantworten. Die Marktwirtschaft ist kein Naturgesetz, keine göttliche Schöpfungsordnung. In der Marktwirtschaft sind fehlbare Menschen tätig. Wenn man auch manche schlechte Erfahrungen mit Mitmenschen gemacht hat, geht es dennoch nicht ohne vertrauensvolle Zusammenarbeit z. B. in einem Familienbetrieb. Auch an die Schwachen, Bedrückten und Fremdlinge sollen wir denken und ihnen nach Möglichkeit helfen. Wie hilft Gott den Menschen? Zum Beispiel in dem er ihnen innere Stärke und Hoffnung gibt, damit sie sich selbst helfen können: „Wohl dem, dessen Hilfe der Gott Jakobs ist, der seine Hoffnung setzt auf den Herrn, seinen Gott.“ Dann gilt es zu erkennen, wo wir unseren Mitmenschen helfen sollen. Gott hat sich in Jesu Tod und Auferstehung endgültig als die Macht der Liebe und des Lebens erwiesen. Gott gibt Kraft und Hoffnung für Zeit und Ewigkeit. Mit nüchternem Blick und zugleich zuversichtlich soll ein jeder seine diesjährige Ernte einbringen und mit unseren Möglichkeiten sollen wir das uns Anvertraute bebauen und bewahren. Nach dem Gottesdienst sind noch viele dageblieben zur Unterhaltung bei Getränken und gutem Gebäck, von Frauen der Kirchengemeinde Amlishagen- Unterweiler gebacken.

Text und Bilder von Pfarrer Ernst Beißwanger. Tel.: 07952/330. Dorfstr. 34. 74582 Gerabronn – Michelbach/Heide.

 

 

 

 

 

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