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Männervesper am 17.11.11 in Amlishagen

 

Ungefähr 20 Männer waren versammelt. Es gab gute Vesperbewirtung im Gasthaus Krone in Amlishagen durch das Ehepaar Dahmen. Die Evang. Kirchengemeinden Amlishagen und Michelbach an der Heide hatten dazu eingeladen. Landespfarrer i. R. Willi Mönikheim war aus Bad Mergentheim angereist. Er sprach zum Thema: „Heimat ist mehr als ein Wort – Heimat ist Ursprung und Ziel.“ Am Anfang trug er mehrere Gedichte und Zitate zum Thema Heimat vor. Immer wieder sprach er in hohenloischer Mundart. Immer wieder ließ er im Verlauf des Vortrags ein Lied vom CD – Player laufen, meist zum Thema Heimat. Den Vortrag hat er entlang der eigenen Biographie aufgebaut. Willi Mönikheim ist in Ewertsbrunn – Niederstetten auf dem elterlichen Bauernhof aufgewachsen. Hier hat er als Muttersprache Hohenloisch gelernt. In der Schule musste er Hochdeutsch als erste Fremdsprache lernen. 1944 ist er geboren. Er ist in diesem kleinen Dorf mit ca. 80 Menschen in seiner Familie aufgewachsen und wurde davon sehr geprägt. Das war seine Heimat. Was er da alles gelernt hat war Grundlage für sein späteres Leben. Ein Tante hat ihm viel über Pilze erzählt. Ein Hausmädchen hat ihm die Märchen der Gebrüder Grimm spannend erzählt. Das war Grundlage für sein späteres Erzählen als Pfarrer. Was er zum Thema Weihnachten als Kind erlebt hat, war für ihm später als Pfarrer sehr hilfreich. Krippenspiele hat er in seinen Gemeinden als Dorfspiel und als Waldspiel durchgeführt. Ein Tante hat in ihn die Neugier auf andere Länder geweckt. Herr Mönikheim hat inzwischen schon sehr viele Reisen gemacht. In seiner Kindheit hat er sich ein Bild von Heimat eingeprägt. Das wurde im Verlauf seines Leben immer wieder etwas verändert. Auch die Zusammenarbeit der Dorfbewohner und wie man miteinander umgegangen ist, hat ihn geprägt. Selbstverständlich gehörte der christliche Glaube und der Gottesdienstbesuch dazu. Im Dorf habe er vielleicht mehr gelernt als bei seinem Studium. Bei seinen Theologiestudium hat er etwas anderes gelernt als im Dorf. In den letzten 50 Jahren gab es in Hohenlohe gewaltige strukturelle Veränderungen. Das brachte einen Verlust an menschlicher Nähe und Verbundenheit. Viele Jahre seines Leben war es für ihn selbstverständlich, in seinem Ruhestand auf seinen Bauernhof und in sein Heimatdorf zurückzukehren. Aber wegen der völlig veränderten Situation im Dorf und im Blick auf das Alter ist er zusammen mit seiner Frau doch lieber nach Bad Mergentheim in die Stadt gezogen. Auch in der Bibel geht es immer wieder um das Thema Heimat mit Ursprung und Ziel. Abrahams Heimat war das Zweistromland an Euphrat und Tigris. Gott hat ihn berufen, zugleich herausgerufen aus seinem Vaterland, aus seiner Verwandtschaft und Familie. Er sollte sich auf den Weg machen in ein neues und unbekanntes Land. Das Land Kanaan sollte ihm zur neuen Heimat werden. Die Israeliten wurden aus der Sklaverei in Ägypten befreit und in das verheißene Land geführt. Das Land Kanaan, das Land, in dem Milch und Honig fließt, soll ihr neue Heimat werden. Die vollkommene Heimat, das vollkommene Glück und den vollkommenen Frieden haben die Israeliten auch nicht im Land Kanaan gefunden. Menschen, die merken, dass sie in einer unfriedlichen Welt leben und darunter leiden, wird durch die Bibel immer wieder vom Frieden, vom Friedensreich und von der Himmlischen Heimat gesprochen. Der Mensch hat Sehnsucht nach einer besseren Welt. Der Messias soll diesen Frieden. das Friedensreich und die neue und heile Welt bringen. Mit Jesus hat das seinen Anfang genommen. Er hat seine leibliche Familie und Verwandtschaft verlassen und hat eine neu Familie gegründet: „Wer den Willen tut meines Vaters im Himmel, der ist mir Bruder und Schwester und Mutter.“ (Matthäus 12,50) In dieser Welt sind wir Gäste und Fremdlinge und suchen nach einem besseren Vaterland, nämlich das himmlische. (Siehe Hebräer 11, 13 – 16). In der Politik kommt immer mal wieder das Strichwort „doppelte Staatsbürgerschaft“ vor. Christen haben auch die doppelte Staatsbürgerschaft: Ihr Staatbürgerschaft in dieser Welt und ihre Staatsbürgerschaft im Himmel. Willi Mönikheim war schon viel unterwegs in dieser Welt. Er empfang Heimat auch bei Juden und Muslimen. Hier ließ er ein Lied von Gretel und Franz laufen. Darin ging es um unseren Weg zur himmlischen Heimat. Wenn man umzieht, dann muss man auch selbst auch etwas dazu beitragen, dass man Kontakt mit anderen Menschen findet und wieder heimisch wird. Es gab noch Rückfragen. Den Besuchern hat es offensichtlich gut gefallen Sie blieben noch ein ganze Weile sitzen und unterhielten sich nach lange gut.

Pressetext verfasst von Ernst Beißwanger, Pfarrer, Dorfstr., 34; 74582Gerabronn, Tel.: 07952/330

 

 

 

 

 

 

 

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