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Männervesper am 22. März 2011in Michelbach/Heide gut besucht

 

21 Männer waren ins Gasthaus Lamm in Michelbach an der Heide gekommen. Das Vesper war herzhaft, gut und reichlich. Landesmännerpfarrer Markus Herb sprach zum Thema: „Vater sein dagegen sehr...“ Von Großvätern, Vätern, Söhnen, Töchtern und Enkel. Herb ist zu 50% Landesmännerpfarrer, sonst Pfarrer in Hochdorf. Auch seine Frau ist im Pfarrdienst. Zusammen haben sie 2 Söhne und 2 Töchter. Er fragte die Anwesenden, wer von ihnen aktiver Vater oder Großvater ist, bei wem eines oder mehrere Kinder im Haus wohnen. Die Mehrheit gab dazu ein Handzeichen. Er gab einen kurzen geschichtlichen Überblick über die Veränderungen in der Vaterrolle. In früheren Jahrhunderten waren die meisten Männer und Frauen in der Landwirtschaft tätig. Das war intensives Zusammenleben von Erwachsenen und Kindern. Seit der industriellen Revolution gingen immer mehr Männer zur Arbeit in die Fabrik. Für ihre Kinder war der Vater meist nicht zu Hause. Heute sind die meisten Männer berufstätig und wenig zu Hause bei der Familie. Auch sind viel mehr Frauen als früher berufstätig. Viele Kinder mussten ohne den Vater aufwachsen, weil dieser entweder im Krieg gefallen oder vermisst war. Manche Männer kamen erst nach Jahren aus der Kriegsgefangenschaft zurück, das war ein Problem für die ganze Familie. In den 60iger Jahren sprach man von der vaterlosen Gesellschaft. In den 70iger Jahren kam immer mehr die Emanzipation der Frau und der Feminismus. Eine zeitlang war man allgemein der Meinung, dass es reicht, wenn ein Kind eine Bezugsperson hat, z. B. die Mutter. Dann merkte man, dass den Kinder doch etwas fehlte. Inzwischen ist klar: Kinder (die Mädchen und die Jungen!)brauchen sowohl die Mutter als auch den Vater. Von beiden lernen sie wichtige Dinge. Vor Kurzem hatte Markus Herb ein Gespräch mit Vätern von Kindergartenkindern. Sie wussten viel zu erzählen, was sie alles mit ihren Kinder machen: z. B. ins Bett bringen, auf dem Spielplatz mit ihnen spielen... Herb fragte sie: Erzählen Sie, was Sie mit ihren Vätern erlebt haben. Da kam sehr wenig, weil die meisten Väter meist nicht zu Hause waren. Das habe sich heute doch ein Stück weit geändert. Markus Herb stellte nun den anwesenden Männern zur Entscheidung vor, welches der folgenden 3 Themen er vorrangig behandeln sollte: 1. Wie lebe ich mein Vatersein bzw. mein Großvatersein aus? 2. Wie gehe ich mit meiner eigenen Vatergeschichte um (in Bezug auf meinen Vater)? 3. Politik: Vaterrechte stärken, Schutz und Anerkennung der Vaterrolle... Die überwiegende Mehrheit stimmte für das 1. Thema. Die Väter üben ihre Vaterrolle unter unterschiedlichen Bedingungen aus. Es gibt z. B. viele von ihren Frauen getrennt lebende und geschiedene Männer, die darum kämpfen müssen, ihre Kinder jedes 2. Wochenende zu sehen. Die Männer spielen eine wichtige Rolle für die Kinder bzw. die Enkel. Die Männer stärken den Kindern der Rücken, machen ihnen viel Mut fürs Leben. Die Frauen seien eher ängstlich. Die Männer sagen zum Beispiel dem Kind an der Kletterwand: das schaffst Du! Gerade auch Jugendliche brauchen den Vater z. B. als Begleiter, aber auch um sich an ihm zu reiben. Die Männer sollen sich fragen: Was gebe ich meinen Kindern oder Enkeln weiter z. B. Kenntnisse aus dem Beruf, vom Hobby...Diskussionen sind wichtig. Ein Vater übergibt z. B. den Betrieb an den Sohn, zieht sich ganz zurück und traut es dem Sohn zu: Du schaffst das! Nicht nur für Söhne ist der Vater wichtig, auch für Töchter. Nach einer Untersuchung hatten Frauen, die Topmanager geworden sind, einen Top – Vater! In einer Familie mit 4 Kindern ist jedes Kind anders, jedes hat andere Bedürfnisse. Jedes hat seine eigene Geschichte mit Vater und Mutter. Gabe der Männer: Den Rücken der Kinder stärken, ihnen Mut zum Leben machen. In der Bibel ist die Rede vom Segen des Vaters. Der Großvater ist der Botschafter aus einer anderen Zeit. Markus Herb stellte zum Schluss noch Literatur zum Thema des Abends vor, einen Film und er ging noch kurz auf den politischen Aspekt des Vaterseins ein. Nach der Bibel ist Gott der Vater Vorbild für alle Vaterschaft. Das Verhältnis Gott Vater zu seinen Sohn Jesus Christus ist Vorbild für jedes Verhältnis von Eltern zu ihren Kindern. Eindrücklich schildert das Gleichnis von den beiden verlorenen Söhnen (Lukas 15,11ff) die Liebe des himmlischen Vaters.: Er gibt dem jüngeren Sohn z. B. die Freiheit, das Vaterhaus zu verlassen. Gott gibt den Menschen die Freiheit, Gott zu verlassen und unter Umständen lange ohne Gott zu leben. Aber Gott wartet jeden Tag sehnsüchtig auf die Rückkehr seiner verlorenen Kinder. Der jüngere Sohn erleidet Schiffbruch in der Ferne vom Vater. Er kommt zur Besinnung: Ich habe gesündigt gegen meinen Vater und gegen Gott. Er geht zurück zu seinen Vater als eine Art Landstreicher. Als er den Sohn von ferne kommen sieht, läuft er ihm entgegen und umarmt und küsst ihn. So riesig freut sich Gott und der ganze Himmel über jeden Menschen, der zu Gott zurück kommt. Der Vater vergibt ihm und setzt ihn ein in die vollen Sohnesrechte. Der Sohn kann nun froh, glücklich und geliebt weiterleben. Seinen Mist kann er hinter sich lassen. Jesus sagt: Ich bin gekommen, dass sie das Leben und volle Genüge haben. (Joh 10.10). Wie wichtig und wertvoll auch den Glauben an Kinder und Enkel weiterzugeben!

Pressetext am 24.03.2011 verfasst von Ernst Beißwanger, Pfarrer, Dorfstr., 34; 74582Gerabronn, Tel.: 07952/330

 

 

 

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