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Gut besuchter gemeinsamer Erntebittgottesdienst 3.7.11 in Michelbach/Heide

 

Um die Ernte machen sich die Landwirte auch in diesem Jahr Sorgen. Im Frühsommer war eine lange heiße und trockene Zeit. Nach Gebet um Regen in zwei Gottesdiensten kam jetzt immer mal wieder reichlich Regen. Alles konnte seither wieder gut wachsen. Aber ein Schaden beim Getreide bleibt. Besonders bei steinigen Böden sei die Einbuße bis zu 50%. Viele Landwirte aus dem Bereich der beiden Evang. Kirchengemeinden Amlishagen und Michelbach/Heide sind zum Erntebittgottesdienst gekommen. Um die 80 Personen saßen auf den Bänken auf dem Bolzplatz. Der Posaunenchor unter der Leitung von Karlheinz Gronbach hatte nicht nur die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernommen, er hat auch die Tische, Bänke und die Getränke hergebracht und wieder aufgeräumt. Das Wetter war trocken, jedoch etwas kühl und windig. Für Decken und Sitzkissen war gesorgt. Nach Begrüßung, Psalm und Eingangsgebet trugen 3 Mitarbeiterinnen und ein Mitarbeiter eine Sprechmotette vor. Predigttext und Gesamtthema des Gottesdienstes war das Wort Jesu aus der Bergpredigt: “Selig sind, die da hungert und dürstet nach Gerechtigkeit, denn sie sollen satt werden.“ (Matthäus 5,6) In der Sprechmotette wurde darauf hingewiesen, dass die Landwirte in vielen Punkten keine Gerechtigkeit erleben. Hat die Gerechtigkeit in dieser Welt überhaupt eine Chance? Kann nur jeder nach sich selbst sehen, wo er bleibt? Oder kann Gerechtigkeit erreicht werden, wenn viele zusammenhelfen wie bei den Unruhen in den arabischen Ländern in diesem Jahr? Jedenfalls sollen wir nicht schweigen, wenn wir Ungerechtigkeit wahrnehmen z. B. im eigenen Dorf. Dann gibt es auch kirchliche Gruppen, die sich für weltweite Gerechtigkeit einsetzen. Zum Beispiel auch dafür, dass Menschen wieder bewusst wird, wie wertvoll Lebensmittel und die Arbeit der Bauern sind. Am Anfang der Predigt erwähnte ich Justitia, die Göttin der Gerechtigkeit und dass die Entlohnung der Landwirte ungerecht ist. Gerechtigkeit ist ein wichtiges Thema in der Bibel. „Selig sind, die da hungert und dürstet nach Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden.“ Am Anfang des Jahres hat der Dioxinskandal, in den letzten Monaten die EHEC – Epidemie den Bauern zum Teil große Einbußen beschert. Wie soll die Welt, die aus den Fugen geraten ist, wieder gerechter werden? Soll man den Reichen alles wegnehmen? Die Reichen protestieren dagegen und verweisen darauf, wie viel Gutes sie an vielen Menschen schon getan haben, z. B. bei Brot für die Welt. Wenn wir eine bessere Welt wollen, dann muss jeder einzelne von uns ein besserer Mensch werden. Das ist möglich, wenn wir uns an Jesu wenden. Er kann unser böses Herz ausräumen und uns ganz erneuern. Seine erlösende Liebe macht uns besser als unsere verkrampften und verbissenen Anstrengungen. Jesus meint mit seiner Seligpreisung derer, die hungert und dürstet nach Gerechtigkeit, nicht nur eine positive Eigenschaft, die man hat oder nicht hat. Er spricht hier vielmehr von Menschen, die vor Gott frei von Schuld werden wollen. „Sie werden satt werden“ lautet hier die frohe Botschaft und Zusage Jesu. Das heißt, sie erhalten die Fülle dessen, was sie vermissen (ein erfülltes Leben siehe Joh 10.10). Bei diesem Verlangen lässt Gott nichts ungestillt. Jesus verwendet hier die Form der Zukunft.. Das macht uns bewusst, dass die volle Sättigung erst am Ende der Welt erreicht wird. Jetzt haben wir schon die volle Vergebung, ein neues Leben aus und mit Gott. Vollkommen sind wir erst am Ende. Jetzt können wir täglich die Kraft sozusagen bei Jesus abholen für das neue, bessere und gerechtere Leben. Täglich leben wir aus der Vergebung und der Kraft des Heiligen Geistes. Täglich lernen wir bei Jesus so zu leben, wie es Gott gefällt, auch gerechter zu leben. Dafür können wir Konkretes bei Jesus lernen z. B. aus der Bergpredigt und von anderen Bibelstellen. Es folgten dazu passend 3 Kurzgeschichten von Axel Kühner. (1. Von der Geschäftsfrau, die die Pralinen von der Haushälterin zurückgestohlen hat. 2. Die Fabel von Löwe, Esel und Fuchs – der Löwe erhielt eben der „Löwenanteil. 3. Von den Mitarbeitern in einer Schreinerei, die Blödsinn trieben, als der Meister weg war und ein Lehrling sagte: „Aber mein Meister ist noch da!“.) Nach weiteren Liedern, dem Fürbittengebet zum Erntebittgottesdienst, Bekanntgaben und Segen sind die meisten Gottesdienstbesucher zum Gespräch und zu der kleinen Bewirtung dageblieben. Fünf Frau aus der Gemeinde haben noch leckeres Gebäck für diesen Anlass gebacken. Ein großes Opfer für den Notfond für die Landwirtschaft in Württemberg kam zusammen: 168,10 Euro. Herzlichen Dank allen Spender und allen Mitwirkenden!

Pressetext am 20.07.2011 verfasst von Ernst Beißwanger, Pfarrer, Dorfstr., 34; 74582Gerabronn, Tel.: 07952/330

 

 

 

 

 

 

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