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Gemeinsamer Erntebittgottesdienst

 

Die beiden Evang. Kirchengemeinden feierten am Sonntag, den 4.7.10 in der Katharinen -Kirche in Amlishagen ihren Erntebittgottesdienst. Der Posaunenchor Michelbach an der Heide hat die gesamte musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernommen, diesmal unter der Leitung von Heike Ehrhardt.(Siehe Foto) Jüngere und ältere Bläser spielen zusammen zur Ehre Gottes. Sie spielen die altbewährten Choräle und neuere Lieder. Immer mal wieder auch recht flotte Stücke, manchmal mit Cachonbegleitung. In diesem Erntebittgottesdienst trugen Walter Kraft jun. aus Unterweiler und Helga Lipp von der Hammerschmiede ein Interview vor: „Der Weg vom Korn zum Brot.“ Thomas Renner, Unterweiler, sprach mit der Gemeinde im Wechsel den Schöpfungspsalm 104.

Der Schluss vom Interview: Interviewerin: „Wie sieht es eigentlich mit dem finanziellen Ertrag des Bauern heute aus? Was bekommt man heute für einen Doppelzentner Weizen, was hast man früher gekommen?“ Landwirt: „Heute bekommt der Landwirt für 1 Doppelzentner Weisen etwa 10 Euro. Vor 20 Jahres noch umgerechnet noch 24 Euro. Wäre der Weizenpreis genauso gestiegen wie die Inflationsrate, hätten wir heute einen Preis von 75 Euro.“ Interviewerin: „Das ist natürlich ein großes Problem, dass der Bauer und die Bäuerin für viele ihrer Produkte im Verhältnis zu ihrer Arbeit und ihrer Leistung viel zu wenig Geld bekommen. In den zurückliegenden Jahrzehnen mussten sich schon sehr viele Landwirte eine andere Arbeit suchen. Die übrigen Landwirte sind vermutlich Künstler in Sachen Überleben. Manche fragen: Wie lange können sie noch?“

An diesen Schluss vom Interview knüpfte Pfarrer Ernst Beißwanger mit der Predigt an: Vielleicht haben manche von uns gerade, wie im Anspiel aufgeführt, eher sorgenvolle Zeiten, Dürrezeiten, Krisenzeit. Unser Umgang mit der Krise wird darüber entscheiden, ob wir daraus gestärkt oder geschwächt hervorgehen. Innehalten ist ein erster Schritt. Bedenken - Unser Gottesdienst bietet dazu Gelegenheit. Bedenken, dass da ein Vater ist, der diese dunkle Zeit mit dabei ist.

Es folgte die Geschichte von dem kleinen Jungen, der zum ersten Mal mit seinen Vater in der Eisenbahn mitgefahren ist. Im Tunnel ist der Junge ganz still geworden. Dann streckte er seine Hand zu seinem Vater hinüber: „Papa, bist du noch da?“ Der Vater: „Ja, ich bin noch da!“. Für uns Menschen kommt manchmal der Tunnel der Angst. Dunkle Sorgen legen sich schwer auf uns... Es ist gut, wenn wir dann Gott unsere Hand entgegenstrecken und uns vergewissern: „Vater, bist du noch da?” Gott ist noch da. Er wacht über uns, ist bei uns. Gott ist hellwach und ganz Ohr für seine Menschenkinder. Jesus Christus sagt: „Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende!“ Matthäus 28,20b. Innehalten, Bedenken, Überblicken. Dazu bot dieser GD Gelegenheit. Haben wir nicht Gutes empfangen und Gutes erlebt? Haben wir nicht schon manche große Krise im Leben mit seiner Hilfe gemeistert?! Schauen Sie doch um nach Menschen, die sich ganz bewusst in diesen dunklen Stunden liebevolle Begleitung anbieten. Im Fürbittengebet wurde gebetet für die Ernte, die Bauersfamilien, um das tägliche Brot und Wasser für alle und dass alle Menschen zu Gott kommen, zur Quelle des Lebens. Geopfert wurde für den Notfond für die Landwirtschaft in Württemberg. Nach dem Gottesdienst blieben noch sehr viele da zum Ständerling mit Gesprächen.

 

 

 

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